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Artikel der Kategorie ‘Feste, Bräuche’

De Toppers

Mai 24, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche, Holland erfahren 5 Kommentare →

Einzigartig. Te gek! De Toppers in Concert, das sind vier bekannte Niederländer (nennt man in NL auch “BN’ers”, die singen: Gerard Joling (”Maak me gek“), Gordon, Jeroen van der Boom und René Froger sind (nun) die (vier) Toppers, und geben jährlich zusammen ein Mega-Konzert in der Amsterdam ArenA. Ich hatte das Vergnügen, am Samstag live de Toppers in Amsterdam sehen zu können, und war tief beeindruckt: Von der Show, der Menge an eigenen Liedern, Medleys bekannter Songs, den geladenen Gast-Sängern, wie u.a. Ruth Jacott, Thomas Berge, Nachwuchstalent Wesley, der gigantischen Atmosphäre des größten Meezingfeest (Mitsingfestival) von Nederland, bei dem an vier Abenden je 60000 Menschen anwesend waren…

Hier die Eröffnung zur Ansicht:

Beeindruckt haben mich auch die feierlustigen Niederländer mal wieder. War am Koninginnedag alles natürlich oranje kostümeriert (Hüte, Boas, T-Shirts, …), so folgte Männlein wie Weiblein als richtige Toppers-Fans beim Toppers-Konzert fast ausnahmslos dem Dresscode für dieses Jahr: weiß und silber, der das Konzert zu einer riesigen Kostümshow machte. Wenn 60000 Menschen sich in weiß und silber kleiden, samt Perücke, Federboa und Flitter, und dann zusammen singen, das hat schon was…

MEGA-Konzert!

letzte Toppers-Geschichte:

Die Toppers waren für die Niederlande zuletzt auch beim Grand Prix angetreten, dort aber unter ferner liefen gelandet. Die ursprünglich aus drei Toppers bestehende Formation (Joling, Gordon, Froger) hatte sich zerstritten. Einer war zwischenzeitlich ausgeschieden, dafür kam neu Jeroen van der Boom, was ein echter Gewinn ist. Mittlerweile sind wieder alle an Bord, und so gab es zwischen den Streithähnen auch beim Konzert einen symbolischen Bruderkuss. Alle vier kennt man als häufige Fernsehstars, die moderieren, Casting-Shows-Jury-Mitglieder sind etc. Trotzdem haben sie mich live überrascht und ich habe meine Meinung angepasst. Gordon war bei mir bislang nicht so beliebt. Nach dem Konzert muss ich aber einfach sagen, dass er mit Abstand der beste Sänger von den Vieren ist. Gigantische Kopfstimme u.a!

Nüja, und Jeroen - da geht eh nix drüber. Sein Hit “Betekenis” war übrigens das erste von der Niederländischen Sprache, das ich für mich übersetzt habe. Damals mühsam Wort für Wort mit dem Wörterbuch. :-))))

Nieuwjaarsduik 2010

Januar 02, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche, Utrecht 5 Kommentare →

Noch so ne Tradition nach Oud en Nieuw, die so was von bescheu… niederländisch ist: Der Nieuwjaarsduik am 1.1. eines jeden Jahres (Neujahrstauchen, eher eigentlich persönliche Neujahrstaufe). Dabei handelt es sich um ein bizarres Unterfangen, bei dem viele, viele Holländer, oft mit roten-oranje Unox-Mützen und allerlei merkwürdigen Verkleidungen, oder auch ohne, auf Kommando wie die Lemminge unter wildem Geschrei ins eiskalte, winterliche Meer (ersatzweise See, Pfütze) rennen, und dann scharenweise genauso schnell wieder schreiend, nass und unterkühlt zurückrennen. :-)

Total bekloppte Aktion! Eigentlich geht das für mich ja gar nicht. Nasse Kälte? Nein Danke! Andererseits… Man muss sich den Gepflogenheiten des Gastlandes ja auch mal fügen. am 1.1.2010 sind laut Medienberichten 25000 Niederländer ins Wasser gegangen. Eines Jahres werde ich unter ihnen sein!

Oliebollen, Krentenbollen, Appelflappen

Januar 02, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche 1 Kommentar →

Gehören als niederländische Silvester-Spezialitäten unbedingt zu Oud en Nieuw:

Oliebollen, Krentenbollen und Appelflappen

Oliebollen (wie man´s liest, = Ölkugeln) sind mehr oder weniger runde Teigkugeln, die in der frituur (”fritüür”) (wie könnte es anders sein) ausgebacken werden. Ein ganz traditionelles Silvester-Gebäck, das mit darauf gestreutem oder gehäuftem Puderzucker (poederzuiker -> “puudersaöker”) gegessen wird. Sie werden um den Jahreswechsel an eigens dafür aufgestellten Verkaufswagen verkauft wie verrückt. Manche Holländer machen sie aber auch selbst. Zu diesem Zweck gibt´s dann z.B. auch schon Fertig-Backmischungen für die heimische Friteuse zu kaufen. Wer nicht selbst Oliebollen backt, lauscht interessiert den Ergebnissen des jährlich stattfindenden Wettbewerbs der Oliebollen-Bäcker, bei dem der beste Oliebollen-Bäcker (und der schlechteste) gekürt und via Fernsehen pipapo kommuniziert wird. Der Preis für den besten Oliebollen-Bakker ging auch 2009 wieder nach Rotterdam.

Nun denn. So ganz “pure” Oliebollen, also Teig und sonst nix, finde ich nicht so toll. Meine Gnade finden eher die Krentenbollen (Rosinenkugeln, Korintenkugeln). So sieht so was aus, …

oliebollen

bevor es unter Puderzucker beerdigt in den Mund wandert:

oliebollen poederzuiker

Der gemeine Appelflap (wie man´s liest) ergänzt das niederländische Silvester, jedenfalls bei uns. Hierbei handelt es sich um in Teig in der Friteuse ausgebackene Apfelringe oder jedenfalls Apfelstücke,…

appelflap

die ebenfalls vor dem Verzehr unter Puderzucker beerdigt werden:

appelflappen

Die beiden Gebäck-Spezialitäten stehen an Oud en Nieuw nach dem Abendessen ganz zwanglos in Schalen auf dem Tisch, nebst Schälchen Puderzucker. Wer einen will, nimmt sich einfach zwischendurch einen, besteut und mampft. Da es ebenfalls zur Tradition hier gehört, an Silvester bis 24 Uhr Klaverjassen, ein ganz typisch niederländisches Kartenspiel für 4 Personen, zu spielen, das ich in Ermangelung einer Doppelkopfrunde, und weil hier auch Skat unbekannt ist, allerschnellstens gelernt habe, gehört es auch dazu, Spielunterbrechungen aufgrund der Klebrigkeit des Gebäcks an einzelnen Spielerhänden hinzunehmen. :-)))

Beides schmeckt jedenfalls sehr lecker, ist allerdings auch nicht ganz kalorienarm. Niederrländer kennen das schon, und haben sich einigermaßen im Griff, weswegen die Deutsche an Silvester 2009/2010 bereits zum zweiten Mal als Haupt-Oliebollen-und-Appelflappen-Vernichterin in Führung ging. *fg*

Oud en Nieuw - Welkom 2010!

Januar 02, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche 3 Kommentare →

Oud en Nieuw (”oud en niu”=Silvester) in Holland unterscheidet sich nicht so sehr von Silvester in Deutschland. Es wird Feuerwerk (vuurwerk=”füürwerk”) gemacht, dass die Schwarte kracht. Die gesetzliche Regelung, wann Feuerwerk an Silvester abgeschossen werden darf, ist allerdings (zu meinem Leidwesen) leicht anders und nervig: In den Niederlanden dürfen Feuerwerksraketen, Kracher & Co. von 31.12., 10 Uhr, bis 1.1., 2 Uhr nachts, gezündet werden (Bei uns: 31.12. 24 Uhr bis 1.1. 24 Uhr). Effekt: Am 31.12. hat man hier ganztägig eine Ahnung davon, wie es wäre, wenn der 3. Weltkrieg ausbricht. Marodierende Jugendlichen-Cliquen ziehen durch die Wohnviertel und zünden Kracher und lautere Sachen über den ganzen Tag verteilt.

Mir erschließt sich nie, was das bringt, wenn doch noch gar nicht Silvester, also 0 Uhr, ist, und das alte Jahr also auch noch gar nicht ausgetrieben werden kann. Außerdem kann ich nicht verstehen, was genau an Krachmachen in dieser Form so toll ist, ich Spaßbremse. Und wahrlich, ich sage Euch: Das Kracher-Gen befindet sich definitiv auf dem Y-Chromosom, direkt neben dem Grillen-Gen! Kann nicht anders sein, und wird durch empirische Beobachtungen durch die Jahrzehnte immer wieder bestätigt.

Selbstreflexion: Gehöre ich jetzt langsam zum alten Eisen (Früher war alles besser…)? Nein, eigentlich nicht. Ich konnte Kracher & Co. schon als Jugendliche nicht ausstehen. Schnell verknallt, einen Haufen Dreck, u.a. im Garten, wo ich ihn später aufräumen muss, hinterlassend, und ohne jeglichen ästhetischen Gewinn, die Dinger, finde ich. Dagegen und auch gegen die billigen, minderwertigen Feuerwerksraketen, die ebenfalls wenig Effekt bringen, lob ich mir ein schönes Profi-Feuerwerk am Himmel, das faszinierend anzuschauen ist.

In vuurwerk sind die Niederländer jedenfalls ganz groß. Die Böller-Ausgaben für Feuerwerk in den Niederlanden beliefen sich nach Medienberichten dieses Silvester auf 67 Millionen. Bei 16 Mio. Einwohnern ist das doch ziemlich heftig. Wirtschaftskrise (economische crisis)? Keine Spur davon beim Silvester-Feuerwerken. Ansonsten gab es auch hier die üblichen Unruhen, Feuerwehr-Einsätze, Schlägereien und abgeschossenen Finger. Als kleines Kind habe ich mal zwei blutige, lose Finger eines Erwachsenen beim Feuerwerk-Anzünden separat rumfliegen sehen. Seitdem bin ich Feuerwerksraketen-traumatisiert und halte mich lieber möglichst fern vom gefährlichen Ort des Geschehens.

Vuurwerk und externe Effekte

Wann immer ich aus sicherer Entfernung in der Silvesternacht um 0 Uhr das rundum abgeschossene Feuerwerk am Nachthimmel genieße, denke ich neben der Millionen-Verschleuderung an gute alte Lehrinhalte aus der ökonomischen Studienzeit. Die sogenannten externen Effekte nämlich: Jemand (nämlich ich) kommt in den Genuss einer Leistung, ohne dafür zu bezahlen, während andere die Kosten dafür tragen. Bedauerlich, dass oft gerade die Leute mit dem wenigsten Geld am meisten für den Quatsch ausgeben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Sinn darin gesehen zu haben, Feuerwerk kaufen zu gehen (Ok, irgendwann mal ein paar Wunderkerzen), und Brot statt Böller fand ich irgendwie von Anfang an gut. Ist ja auch sinnvoller.

typisches Niederländisches Silvestergebäck: Oliebollen, Krentenbollen, Appelflappen
Nieuwjaarsduik

Chocoladeletters

Dezember 16, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche Noch keine Kommentare →

Eigentlich sind die Chocoladeletters ein Nachreicher zu Sinterklaas, weil sie zu diesem Fest verschenkt werden. Da aber jüngst noch einer in einem kerstpakket angekommen ist, denke ich, das kann man jetzt noch schriftlich machen. ;-)

Typisch Niederländische Spezialität! Worum handelt es sich dabei nun also wieder? Einen Schokoladen-Brief? Nöööö… Chocoladeletters sind quasi das Pendant zu unserem Schoko-Nikolaus oder Schoko-Weihnachtsmann, der hier ziemlich unbekannt ist. Aber irgendwie muss man die Schokolade zum Feste ja formen. Es sind mehr oder minder große, aus massiver Schokolade bestehende Schokoladen-Buchstaben, und die gibt es natürlich wie den Hagelslag in allen drei Schokoladen-Sorten (weiße Schokolade (wit), Vollmilch (melk), dunkle Schokolade (donker)), sowie neumodisch auch mit Nuss-Schokolade etc.. Sie werden um Sinterklaas herum in jedem Supermarkt und/oder sonstigen Geschäft einzeln verpackt in kleinen Kartons angeboten. Den Buchstaben muss man sich dann raussuchen. Die Billigsten / Nonames gibt es so um 30-40 Cent, die Preise gehen hoch bis zu einstelligen größeren Eurobeträgen, je nachdem von welchem Schokoladenproduzent und in welcher der drei Standardgrößen / Gewichte (135 g, 200 g, 270 g, glaube ich). Und je lieber das Kind, desto größer der Buchstabe. Isjaklar! :-)

Der Brauch ist in den Niederlanden schon älter und geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als zunächst Buchstaben aus Kuchen-/Brotteig geform wurden, sagt diese tolle Seite über den Chocoladeletter-Brauch an sich. Dort kann man sich u.a. über Schriftarten bei den Buchstaben informieren und erfährt den Fakt, dass alle Schokoladenletters durch ausgefeilte Verdickungen bei den kleineren Buchstaben und Verschlankungen bei größeren dasselbe Gewicht haben (Gerechtigkeit muss schließlich sein!). Weiterhin, dass die Riffelung auf der Oberseite der Buchstaben nicht nur dekorativ ist, sondern das Entformen erleichtert und kleine Macken kaschieren soll, und dass es durch die Jahrhunderte unendlich viele bunte Verpackungen von Chocoladeletters gibt. Quasi Chocoladeletter-Fashion ist das. Sieht so aus, als ob die kleinen Kistchen von Droste, Verkade, De Heer & Co. auch Sammler haben.

Jeder kriegt (mindestens) einen, und zwar üblicherweise den ersten Buchstaben seines Vornamens. Chocoladeletters werden aber z.B. auch vom Chef und/oder vom Unternehmen an Mitarbeiter verschenkt. Entweder dann wieder der Chocoladeletter, der zum Vornamen passt, oder ein S für Sinterklaas, oder z.B. auch der erste Buchstabe des Unternehmensnamens.

Eine Auswahl der diesjährigen Beute:

chocoladeletter 2

chocoladeletter 6

Meiner, weil ich ein besonders braves Kind war, diesmal besonders groß (200 g, ungefähr 20 cm groß), und aus fair gehandeltem Kakao:

chocoladeletter 3

chocoladeletter 4

Riffelung, die Sache mit dem Macken kaschieren:

chocoladeletter 5

Konditoren produzieren außerdem noch besonders geschmückte Chocoladeletters - gespritzte Schokolade mit Verzierung und Zwarte Piet-Motiv:

chocoladeletter

Im Falle dieses und anderer exotischer Buchstaben kann es manchmal kaum anders gehen, da nicht alle Chocoladeletter-Fabrikanten alle seltenen Buchstaben produzieren.

Schoko-Nikoläuse und Weihnachtsmänner fliegen bei mir nach dem Fest sehr oft zerkloppt in einen leckeren Schokostückchen-Kuchen. Mit Chocoladeletters dürfte das schwierig sein, da sie wie gesagt massiv sind. Deswegen werden sie gemampft. Reinbeißen und Wohlfühlen. :-)

Weihnachten und Chocomel

Dezember 16, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche Noch keine Kommentare →

Was gibt es außer kerstkaartenhouder´n noch für Besonderheiten an Weihnachten (kerst) in den Niederlanden?

Heiße Schokoladenmilch gehört definitiv dazu. Nach dem Festmahl und dem Weihnachtsgottesdienst in der Kirche selbstredend. Chocomel, eine Fertig-Schokoladenmilch aus dem Tetrapak und Holländische Spezialität, zu meinem Erstaunen laut Wikipedia ein deutsches Produkt, ist hier allgegenwärtig und namentlich so bekannt wie bei uns “Kaba”-Kakaopulver.

Man darf das natürlich nicht nur zu Weihnachten trinken. Erstmal hat mich das Chocomel-Fantum der Holländer allerdings schon verwundert. Fertigprodukt inkl. Milch hier so beliebt, während unsereiner in D ganz extra den puren Van Houten-Kakao kauft und damit Heiße Schokolade fernab des Zucker-Rauschs der gemischten Fertiggetränkepulver kocht, um eine “richtige” Heiße Schokolade zuzubereiten. Convenience rulez anscheinend. :-)))))

Anyway, die typisch holländische Chocomel schmeckt ganz gut. Kann man auch bei uns kaufen, samt Devotionalien wie Tassen und so. Die Website hat nen Webshop.

Schätze jedenfalls, dass der Produzent jedes Jahr um den 23.12. rum das jährliche Holland-Umsatzhoch erlebt. :-)

Kerstkaarten, Kerstkaartenhouder

Dezember 15, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche Noch keine Kommentare →

Weihnachtskarten, also kerstkaarten, verschicken scheint in den Niederlanden noch einen viel, viel größeren Stellenwert zu haben als bei uns. Gefühlt jedenfalls. Jeder schickt eine Weihnachtskarte per Post, ob Freunde, Verwandte, Nachbarn, die Stadt, selbst die Stammkneipe, ….. Und der säuberlich aufgeräumte Niederländer besitzt zur Aufbewahrung derselben, wenn er die ganze Fülle der kerstkaarten-Flut-Sammlung nicht gut sichtbar auf dem Paradeschrank zur Schau stellt, grundsätzlich einen kerstkaartenhouder, also Weihnachtskartenhalter, um dieselben entsprechend platzsparend-dekorativ an der Wand garnieren zu können. So kann das zum Beispiel aussehen: Langer Strick, an dem dann alle kaarten festgesteckt werden können:

kerstkaartenhouder

Für mich neu und befremdlich. Aber anscheinend nicht, nicht mal bei uns. Wenn man im deutschsprachigen Web nach Weihnachtskartenhalter sucht, wird man - Überraschung für mich - durchaus fündig. Möglicherweise schiebe ich hier also den Holländern irrtümlich was “typisch Holländisches” unter.

Ob die Weihnachtskarte noch so großes Gewicht hat, weil es eigentlich in Holland zu Weihnachten keine Geschenke gibt? (Neuerdings natürlich doch.) Schön jedenfalls, die persönlichen, oft selbst gebastelten/fotografierten Papiergrüße so vieler Leute zu bekommen. Gerade in Zeiten der Email.

Nachtrag 16.12.: Kerstkaarten flattern ein:

kerstkaartenhouder

Sinterklaas-ruzie

November 19, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche, Holland erfahren 12 Kommentare →

Sinterklaas = Nikolaus, ruzie (”rüsie”) = Streit. :-)

Letztes Jahr fand ich die Sinterklaas-Gepflogenheiten in den Niederlanden noch ganz exotisch, aber dieses Jahr gehen sie mir schon mächtig auf die Nerven. Deswegen gab es sogar schon eine kleine Auseinandersetzung hier, weil ich dauernd daran rummeckere.

Der Niederländische Sinterklaas-Kommerz unterscheidet sich nämlich mächtig von unserem, schon in der Länge: Sinterklaas kommt bereits an einem Samstag Mitte November in den Niederlanden an, und ist dann Dauergast bis zum 5.12. Er kommt mit dem Dampfschiff, und aus Spanien! Merkwürdig, dass der hier aus Spanien kommt! Und sogar fernseh-übertragen. Große Sache, das. Von diesem Startpunkt an ist quasi bis Nikolaus durchgehend Nikolaus. So gesehen ein großes, wochenlanges Kinderfest, bei dem die Kleinen dauernd ihre Schuhe rausstellen und gefüllt bekommen, und zwar bis zum Ende, dem “Packjes-Avond” (Päckchen-Abend), an dem es Geschenke (Kadootjes) hagelt. Ich finde das übertrieben. Wohl eine Gegenbewegung zum Sinterklaas-Aussterben vor einigen Jahren. Man hat mir erzählt, dass Sinterklaas (und das damit verbundene Geschäft für die Händler) vor einigen Jahren kaum noch begangen wurde, und dass deshalb ne Schippe drauf gepackt wurde, sogar gesetzlich. Das Fest ist für die Händler so wichtig, weil Weihnachtsgeschäft hier fast nichts mit Geschenken zu tun hat.

sinterklaas-kommerz

Alle Kinder sind jedenfalls in den Sinterklaas-Wochen im permanenten Geschenkerausch, denn es gibt bei weitem nicht nur Süßigkeiten wie bei uns.

Der Sinterklaas hat außerdem einen Haufen Mohren (”Zwarte Pieten” = Schwarzer Peter) im Schlepptau, und nicht etwa den mir bekannten Knecht Ruprecht mit der Rute. Und die dunkel geschminkte Holländer in Sarottimohr-Gewand sind keineswegs ernstzunehmende strafende Gegengewichte zum “Sint”, sondern für meinen Geschmack eher Comedy-Deppen, die jede Menge Blödsinn verzapfen.

zwarte pieten

Ich finde sie lächerlich. Egal wann man dieser Tage durch die Stadt geht, stets findet man einen verkleideten “Sint” mit diversen Zwarte Pieten, die zwecks Kinderbespaßung und Verteilung von Kruidnoten (Holländische Industrie-Backware, sieht aus wie Pfeffernüsse, schmeckt nach Spekulatius.) die City unsicher machen. Alle Unternehmen manchen dieser Tage mit Sint + Zwarte Pieten Werbung, und selbst bei Lidl stellen die Kinder selbst gebastelte Schuhe auf. Der Verein dominiert einfach alles. Es gibt sogar im Fernsehen täglich für die Kinder ein “Sinterklaas-Journal“, in dem in Nachrichtenform berichtet wird, was Sinterklaas und die Zwarte Pieten gerade tun, um die Geschenkpäckchen fertig zu kriegen. Auch online geht der Wahnsinn weiter.

Die Kehrseite der Medaille, und warum ich eigentlich meckere: Weihnachten (”kerst“), wie ich es kenne, kommt einfach viel zu kurz! Erstens gibts an Weihnachten in den Niederlanden üblicherweise keine Geschenke (Wohl ein Überrest des calvinistischen Hintergrunds), was aus meiner Sicht für ein richtiges Weihnachtsfest auch nicht erheblich ist, aber im Zusammenhang mit dem entgleisten Sinterklaas-Geschenke-Brauch dann doch irgendwie Doppelmoral. Zweitens orientiert sich Weihnachten quasi als Restgröße an Sinterklaas. Das bedeutet, dass zum Beispiel Advent, Adventskranz, die vier Kerzen vor dem Weihnachtsfest so gut wie keine Bedeutung haben hier. Und gerade diese Zeit der Besinnlichkeit ist mir persönlich sehr wichtig. Selbst gemachtes Weihnachtsgebäck und Lebkuchen spielen auch keine Rolle. Und vor Ende des Sinterklaas-Zyklus hängt auch schon gar keiner die Weihnachtsbeleuchtung raus. Solange Sinterklaas ist, ist quasi nicht Weihnachten. Ich find´s aber blöd, die Weihnachtsbeleuchtung erst am 10.12. oder so rauszuhängen. Da bin ich einfach DEUTSCH!!! Holländischer Sinterklaas und Kurz-Weihnachtszeit sind eine Zumutung und ein Kulturschock für Deutsche, sage ich! Hätte nie gedacht, dass im Nachbarland alles so viel anders aussieht. Die unterschiedlichen Traditionen hier und da sind der bisher größte von mir wahrgenommene Unterschiede.

Zurück zu Sinterklaas: Ich finde, dass der ganze Auftritt für nen Heiligen völlig unangemessen ist, und habe mal die Wikipedia zu den Bräuchen quer gelesen, um rauszufinden, warum das so verschieden zu unserem Nikolaus-Brauch ist. Es handelt sich jedenfalls um denselben Heiligen, der da in Erscheinung tritt, nämlich den Bischof Nikolaus von Myra, der diverse Wunder wirkte. Schön übrigens, sich mal wieder mit dem Ursprünglichen des Heiligen zu beschäftigen. :-)

Die Niederländischen Sinterklaas-Bräuche und ihre Geschichte kann man dort auch ganz prima nachlesen, ebenso den Umstand, dass Santa Clause/der Weihnachtsmann der amerikanische Nachfolger von Sinterklaas und seinem negativen Gegenpol zusammen ist, da die Niederländer dieses Brauchtum und den Namen dorthin mitgebracht haben. Und den Weihnachtsmann haben wir dann wieder reimportiert sozusagen. Er ist heutzutage Konkurrent zum Christkind geworden.

Interessant auch die Geschichte der “Zwarte Pieten“. Da wird doch deutlich, dass der Zwarte Piet an sich eine dem Knecht Ruprecht und dem Krampus vergleichbare Funktion hat(te), da er den negativen Gegenpol, also das strafende Element zum Nikolaus als Belohner verkörpert. Das tut er im Kommerz-Sinterklaas allerdings nicht mehr, sondern bringt die Kinder eher zum Lachen. Witzig: Das Geschwader der Zwarte Pieten war bis zum 2. WK auch nur ein einziger. Die Kanadischen Befreier-Soldaten der Niederlande haben, weil sie keine Ahnung vom Brauch hatten, mehrere draus gemacht. Eine Erfindung der jüngsten Vergangenheit also. :-))))

Egal. Eigentlich hab ich gar nichts dagegen, dass die Kinderaugen hier wochenlang strahlen, mir ist es nur schade um den Advent.
Nächstes Jahr, wenn ich mehr Zeit habe als diesmal, wird das jedenfalls anders hier! Dann mach ich hier nen deutschen Adventszauber, wie er mir gefällt. Plätzchen werden wie üblich selbst gebacken, Lebkuchen mit Schokoguss importiert! Und die Weihnachtsbeleuchtung kommt dieses Jahr schon zum Adventsbeginn raus, auch wenn sie dann die einzige in der Straße ist. ;-)