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Artikel der Kategorie ‘Holland erfahren’

Knippen, snoeien, kappen, snijden

Januar 22, 2011 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Amsterdam, Holland erfahren 9 Kommentare →

Niederländische Wortbedeutungen… Während sich gerade eine leuk-Diskussion entspannt, möchte ich zur Unterhaltung mal eins meiner Lieblings-Wortbedeutungs-Probleme loswerden:

Niederländisch isnämlichgarnichteinfach! Schneiden. Mannomann, schneiden! Die Niederländer haben derart viele verschiedene Wörter für schneiden, dass man immer danebenliegt. Je nachdem muss man nämlich das richtige Wort für schneiden im Zusammenhang finden, was für die schlichte Deutsche anfangs nahezu unmöglich, mittlerweile auch nur teilweise machbar ist. Weil Logik und so. Schwierig!

In den Finger tut man sich snijden.

Die Haare lässt man knippen. Von einem kapper natürlich. Ist ja logisch, ne? ;-)

Und mit der Gartenschere, da knipt man nicht, da snijd-et man nicht, nein da muss man snoeien.

Und ein Kleider-Schnitt ist ein coup. Und so was macht dann eine Coupeuse (Schneiderin).

Und Hundehaare werden dahingegen getrimmt, hör ich gerade.

Unsicherheiten bleiben. Was macht man nun, wenn man Papier schneidet? Knippen, snoeien, kappen, snijden? Ach, doch knippen also. *hrmpf* Im Zweifelsfall verwende ich zwei bis drei Möglichkeiten gleichzeitig als so was wie ein Auswahlmenü für den Zuhörer.

Niederländer grinsen sich eins, wenn man wie immer das falsche Verb erwischt und versehentlich so was wie dem Buchs /Buchsbaum schneiden eine Frisur verpassen sagt. Es sei ihnen gegönnt. :-))))

Eselsbrücken zum niederländischen Schneiden herzlich willkommen…

Duitse braadworst

November 01, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 21 Kommentare →

Imbissbuden-Angebote von “Duitse braadworst” (Deutsche Bratwurst) in NL sind immer wieder mit heimatlichen Essgelüsten verbunden. Welch ENTSETZEN, wenn man sie dann in Händen hält! Dabei kann man an einer Bratwurst doch eigentlich gar nicht so viel …. ? Was hier einer Bratwurst im Extremfall zustoßen kann, vermag sich überhaupt kein Deutscher gar nie niemals im Traum auch nur vorzustellen!

1. Duitse braadworst bedeutet noch lange kein deutsches Brötchen. Duitse braadworst in NL-Papptütenbrötchen ist die Norm, und geht gar nicht! Imbissbudenbesitzer NL, please! Es wäre schon ein gigantischer positiver qualitativer Unterschied, wenn Ihr stattdessen ein pistoletje (für die D-Versteher, dabei handelt es sich um ein Baguettebrötchen) verwenden würdet.
2. Duitse braadworst bedeutet noch lange nicht, dass dazu auch Senf verfügbar ist, obwohl es ganz normalen mosterd hier auch gibt. Häufig findet sich eine ggf. majonnaisenschwangere, süßliche Mosterd-Saus (Senfsoße) auf dem Bratwurstbrötchen.
3. Und wenn Ihr denkt, dass Bratwurst gebraten wird, DAS IST KEIN NAHELIEGENDER SCHLUSS! Nicht immer. Mir fallen die Augen schier raus, wenn jemand eine Duitse braadworst statt auf den Grill in die FRITEUSE schmeißt. Nicht zu glauben.

Resümee: Duits ist an braadworst in NL allein die Herkunft. Gelegentlich frustriert es tief zu sehen, wie unlecker und lieblos hier Essen zusammengematscht wird. :-(

Goed Nederlands

August 10, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 3 Kommentare →

*translate* “Sie sprechen gut Niederländisch. Hätten doch alle Niederländer so eine saubere Aussprache.”

Boah, ich sags ja!
Langfristig häng ich Euch noch alle ab, Ihr Niederländer! Jawohl! *stolz*

Nur: Wenn das nicht jemand gewesen wäre, der mir was verkaufen will, würde ich es eher glauben. :-(

Mitarbeiter mit Niederländisch-Sprachkenntnissen

Juni 26, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 4 Kommentare →

gesucht… oder gar auf der Suche nach Native Speaker/Muttersprache Niederländisch? Meinen AB abhörend mit Bezug auf Holland-Blog, stelle ich fest, dass so einige deutsche Unternehmen (genau wie Niederländische andersrum auch im übrigen) auf der Suche nach Mitarbeitern sind, die Niederländisch als Muttersprache mitbringen. Zum Beispiel für Customer Service Center.

Liebe deutsche Unternehmen auf der Suche nach Niederländischen Sprachkenntnissen in Person, die in Deutschland arbeiten wollen, ich geb Euch mal zwei Tipps, wo Ihr Eure Stellenangebote schalten solltet:

Die meisten Niederländer, die Jobs suchen, gucken erstmal auf monsterboard.nl. Bestimmt wollen davon einige auch zu Euch kommen, wenn Ihr sie gut bezahlt. Weiterhin erreicht Ihr eine große Reichweite auf marktplaats.nl (dem örtlichen eBay-Substitut) unter Vacatures (=Stellenangebote). Die, die Ihr haben wollt, sprechen / verstehen sowieso Deutsch, also könnt Ihr Eure Stellenanzeige auch gleich in Deutsch dort einstellen. Ggf. helfe ich gern beim vertalen/Übersetzen, oder wenn ich vor Ort in den Niederlanden etwas tun kann (Anfragen bitte per Mail, siehe Impressum). Viel Erfolg bei der Mitarbeitersuche in den Niederlanden! ;-)

PS: Mitarbeiter auf Stellensuche: Andersrum gehts auch. Wer bissi Niederländisch oder Englisch mitbringt und in einem niederländischen Callcenter als Deutsch-Sprecher unterkommen will, kann sich hier den Job so ziemlich aussuchen.

Nederland - Denemarken

Juni 14, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 3 Kommentare →

Hup Holland Hup! Nachdem Deutschland gestern gegen Australien gewonnen hat, findet heute das erste Spiel der Niederländer - gegen Dänemark - statt. Alle hier sind im Fußball-Fieber, und es wird erwartet, dass ab 13.30 Uhr Firmen-Netzwerke, wenn nicht gar das Web in Nl zusammenbricht, (und ich deswegen heute mittag im Garten bin, ) weil das Spiel per Livestream übertragen wird, und zu befürchten steht, dass viele arbeitende Menschen via Arbeitsplatz-Rechner…. Fernseher stehen klar, gestern wurde sogar über eine derartige Ausrüstung in Supermärkten gesprochen. Es kann losgehen. Viel Erfolg, Nederland! Und mir Leidensfähigkeit. Erwarte betrunkene Fußballfans zum Abendessen. :-))))

Hup Holland Hup

Juni 05, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Deutsch-Niederländische-Verständigung, Holland erfahren 12 Kommentare →

Fußball-WM (hier: WK - Wereld-Kampioenschap) steht vor der Tür, unmittelbar. Typisch niederländisch: Alles ist oranje, die Geschäfte sind voll mit oranje-Fanartikeln, noch viel mehr als an Koninginnedag, an dem man ebenfalls möglichst viel orange trägt und dekoriert. Mit alles meine ich wirklich alles: T-Shirts, Holzschuhe, Hawaiiketten, aufblasbare Kronen mit Fußball obendrauf, Gartenpavillons, Grills, Kuchen, Keks, Kaffeestücken, Tompoucen, Schals, Fensterdeko, aufklebbare oranje Fußbälle für die Autoscheibe, die Millionen kleine Stofftierchen im oranje Shirt, die die Supermärkte via Bonus-Sammelverfahren bei soundsoviel Euro Einkäufen weggeben, Schoko-Fußbälle, überhaupt oranje gefärbte (weiße) Schokolade, Slinger (Wimpelketten), Tröten, ….

Bei der letzten WM sind vor allem die oranje Löwen-T-Shirts der Fußballfans ins Auge gefallen, die ander Vorderseite eine Klappe haben. Reißt man diese hoch, sieht man einen brüllenden Löwen. Die gibts nun auch wieder. Der Nationalstolz der Niederländer hat mir immer schon sehr gefallen, war es doch bis zur letzten WM in D nicht weit her mit schwarz-rot-gold. Nun schon, aber noch nicht in dem Ausmaß wie hier, möchte ich meinen.

Auffällig: Der gemeine niederländische Fußballfan ist übrigens deutlich schneller darin, sein Haus oranje zu dekorieren, als nach Sinterklaas die Weihnachtsbeleuchtung rauszuhängen! Seit über einer Woche sehen schon Häuser in unserem Viertel so aus:

hup holland hup

hup holland hup 2

Wichtige Vokabeln zum Holländer-Verständnis bei der WM:

“Hup Holland Hup”

(”hüpp holland hüpp”) Es handelt sich hier nicht in erster Linie um einen Schlachtenruf, sondern um den Titel eines uralten Fußball-Liedes, das regelmäßig gesungen wird: Refrain:

“Hup Holland hup -Laat de leeuw niet in z’n hempie staan
(Lass den Löwen nicht im Hemd stehen)
Hup Holland hup - Trek het beestje geen pantoffels aan
(Zieh dem Tier keine Pantoffeln an)
Hup Holland hup - Laat je uit ‘t veld niet slaan
(Lass Dich nicht aus dem Feld schlagen)
Want de leeuw op voetbalschoenen durft de hele wereld aan”
(Weil der Löwe in Fußballschuhen sich traut, gegen die ganze Welt anzutreten)

Der eigentliche Schlachtenruf ertönt wie folgt:

“Aanvalluh!”

Aanvalluh (”Aanfallüüüüü!”), je nach dem mit beliebig viel mehr üüs geschrieben oder gesprochen ->Aanvalluuuuuuhhhh, bedeutet so viel wie Angriff als Tu-Wort, also Angreifen!

Ich wünsche allen deutschen und niederländischen WM-Guckern viel Spaß. Habe übrigens kein Deutschland-T-Shirt mitgebracht, sondern ein oranje T-Shirt gekauft, besitze außerdem seit Koninginnendag eine oranje Hawaiikette, einen oranje Strohhut und einen aufblasbaren oranje Holzschuh als Kopfschmuck. Nestbeschutzer? :-)

De Toppers

Mai 24, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Feste, Bräuche, Holland erfahren 5 Kommentare →

Einzigartig. Te gek! De Toppers in Concert, das sind vier bekannte Niederländer (nennt man in NL auch “BN’ers”, die singen: Gerard Joling (”Maak me gek“), Gordon, Jeroen van der Boom und René Froger sind (nun) die (vier) Toppers, und geben jährlich zusammen ein Mega-Konzert in der Amsterdam ArenA. Ich hatte das Vergnügen, am Samstag live de Toppers in Amsterdam sehen zu können, und war tief beeindruckt: Von der Show, der Menge an eigenen Liedern, Medleys bekannter Songs, den geladenen Gast-Sängern, wie u.a. Ruth Jacott, Thomas Berge, Nachwuchstalent Wesley, der gigantischen Atmosphäre des größten Meezingfeest (Mitsingfestival) von Nederland, bei dem an vier Abenden je 60000 Menschen anwesend waren…

Hier die Eröffnung zur Ansicht:

Beeindruckt haben mich auch die feierlustigen Niederländer mal wieder. War am Koninginnedag alles natürlich oranje kostümeriert (Hüte, Boas, T-Shirts, …), so folgte Männlein wie Weiblein als richtige Toppers-Fans beim Toppers-Konzert fast ausnahmslos dem Dresscode für dieses Jahr: weiß und silber, der das Konzert zu einer riesigen Kostümshow machte. Wenn 60000 Menschen sich in weiß und silber kleiden, samt Perücke, Federboa und Flitter, und dann zusammen singen, das hat schon was…

MEGA-Konzert!

letzte Toppers-Geschichte:

Die Toppers waren für die Niederlande zuletzt auch beim Grand Prix angetreten, dort aber unter ferner liefen gelandet. Die ursprünglich aus drei Toppers bestehende Formation (Joling, Gordon, Froger) hatte sich zerstritten. Einer war zwischenzeitlich ausgeschieden, dafür kam neu Jeroen van der Boom, was ein echter Gewinn ist. Mittlerweile sind wieder alle an Bord, und so gab es zwischen den Streithähnen auch beim Konzert einen symbolischen Bruderkuss. Alle vier kennt man als häufige Fernsehstars, die moderieren, Casting-Shows-Jury-Mitglieder sind etc. Trotzdem haben sie mich live überrascht und ich habe meine Meinung angepasst. Gordon war bei mir bislang nicht so beliebt. Nach dem Konzert muss ich aber einfach sagen, dass er mit Abstand der beste Sänger von den Vieren ist. Gigantische Kopfstimme u.a!

Nüja, und Jeroen - da geht eh nix drüber. Sein Hit “Betekenis” war übrigens das erste von der Niederländischen Sprache, das ich für mich übersetzt habe. Damals mühsam Wort für Wort mit dem Wörterbuch. :-))))

Lena auch voor Grand Prix

März 12, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren Noch keine Kommentare →

Endlich isses raus, wer gegen Sieneke für Deutschland antritt:

Lena mit “Satellite”:

Beide Kandidatinnen im Finale waren so stark. Charme gegen Stimme. Charme hat gewonnen, und wird als auffällige Person sicher nicht untergehen beim Grand Prix. Unsereiner weiß jetzt nicht mehr ganz genau, wo er steht - Deutschland gegen Niederlande-technisch gesehen - , findet aber immer noch, dass Sieneke einen deutlichen Ohrwurm-Vorteil hat, wünscht der kuriosen Hannoveranerin viel Erfolg, und hofft, dass unser Jennifer aus Hesse -RESPEKT!!!- auch nicht vergessen geht, gelle! :-)

Sieneke voor Grand Prix

Februar 07, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 2 Kommentare →

Let op, Duitsland, Sha-la-lie-Sieneke komt! :-)

Soeben im Fernsehen im Nationalen Songcontest gewählt, die Meid. Vier andere Kompositionen desselben Lieds mit anderen Sängern konnten nicht dagegen an. Etwas unfair war das Abstimmungsprocedere. Die 4köpfige Jury hat sich 2:2 auf Sineke und eine Konkurrentengruppe festgelegt, während 1000 Menschen im Publikum überwiegend für den einzigen männlichen, ebenfalls sehr guten Kandidaten gestimmt haben. Schließlich musste der Komponist zwischen den zweien von der Jury gewählten wählen, was ihm sichtlich unangenehm war. Publikums Stimme ging dabei leider total unter. Schade für den jungen Herrn!

Das Liedle ist geschrieben von Pierre Kartner, den unsereiner nur als Vader Abraham von den Schlümpfen kennt:

Er hat für “Sha-la-lie” in NL erstmal mächtig Kritik eingesteckt. Ich finde aber, dass es mit Sieneke gut funktioniert, von wegen Ohrwurm-Faktor und Eingängigkeit.

Ob sie so abräumt wie Ralf beim Junior-Eurovision-Songcontest? Spannung…

Windmühlen - Windräder

Januar 26, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 1 Kommentar →

Merke: Windmühlen …

windmühle holland
Hier Windmühle auf dem Keukenhof

sind im Deutschen ungleich Windräder:

windräder in fahrt
Hier: Flevoland´se Windräder in voller Fahrt mit running-Trees (Alleebäume, die nur als Streifen sichtbar sind)

In het Nederlands: Alles ist Mühle, die einzige Vokabel lautet daher: -> windmolen (Einzahl) / windmolens (Mehrzahl)! Auch wenn die Zweiteren gar nix mahlen tun tun, was ich ja gildet nicht finde.

Bouterdart - Kabouter

Januar 25, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren Noch keine Kommentare →

Möglicherweise begegnen Euch in den Niederlanden nie gekannte Fabelwesen: Die kabouter (sprich wie klabauter, halt nur ohne l). Kabouter haben viel Ähnlichkeit mit allerlei Zwergen bei uns, aber auch wieder nicht. Sie sind eigentlich eher (in der Regel fleißige) Kobolde bzw. eine Art Heinzelmännchen, dies aber mit unterschiedlicher Spezialisierung. Es gibt zum Beispiel die mir nahen tuinkabouter (”taönkabauter” - das sind bei uns Gartenzwerge, also keine Garten-Kobolde). Egal. Zu den Erscheinungsformen der Kobolde schaue man sich die Abbildungen in der Wikipedia genauer an. :-)

Warum ich diese Vorrede überhaupt getan hab: `Bouterdart (Also kabouterdarts letztlich, bei dem man ebensolche wirft) ist ein geniales Spiel.

bouterdart

Man kann es zu zweit vor dem Bildschirm spielen und sich dabei über die kleinen `bouter kaputtlachen, die allerlei Mist machen. Einige sind erkältet und niesen sich vom rechten Wege ab, andere fressen nen Luftballon und prallen dann von der Dartscheibe ab. etc. Welche die guten sind, muss jeder für sich selbst rausfinden. Die restlichen fesselt man oder macht sie mit einem Zaubertrank betrunken. Worauf sie dann zu lallen anfangen. Sehr spaßig!

Mal probieren? -> Bouterdart. ;-)
Was sie u.a. so sagen: Kobold-Niederländisch:

Kies mij! (”kies mäj”) ->Nimm/Wähl mich!

Kom op je kan het (”Kommopjekannhät”) ->Komm schon, Du kannst es! -Das war übrigens der erste Satz, den ich in Nederlands sagen konnte. Hilft auch bei der Selbst-Ermutigung. Und immer noch :-))))

Goed man. Gefeliciteerd man (”Cchud mann. Chchefelicitehrtmann”)-> Dickes Lob, weil Du gewonnen hast. :-)

Het goede doel

Januar 25, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren Noch keine Kommentare →

Noch so was echt Niederländisches, was ich noch immer kaum verstehen kann: Het goede doel (”Hät chchuude duul” = der gute Zweck). Die Holländer sind ja so was von sozial. Hier herrscht eine dauernde Spenden-und Engagements-Welle, jeder macht mit, und irgendwie ist es so viel, dass man das als Deutsche kaum begreifen kann, wo diese unerschütterliche, nie enden wollende Hilfsbereitschaft für alles und jeden herkommt.

Es wird manchmal quasi täglich oder mehrmals täglich an der Haustür gesammelt, was das Zeug hält, von unbezahlten Freiwilligen verschiedenster Hilfsorganisationen für mehr goede doelen als man sich überhaupt vorstellen kann. Einmal ist´s die Herzstiftung, dann wieder was für krebskranke Kinder oder der Los-Verkauf für eine Lotterie zugunsten autistischer Menschen, oder für den Tierschutz (z.B. Stichting Aap = Stiftung Affe) oder oder oder….

Alle machen mit, auch die Kleinsten: Kinder spenden Stofftiere (knuffel =”knüffel” voor het goede doel). Die werden eingesammelt und armen Kindern gegeben oder gleich wieder in einen Knuffel-Automat gesteckt, aus dem man sie per Geldeinwurf kaufen kann. Das habe ich auf Festen schon beobachtet.

Über allem schwebt als DIE INSTANZ in Sachen Spenden die Nationale Postcode Loterij, bei der so gut wie jeder Niederländer (anscheinend) ein Los auf seine Adresse und ggf. wenn möglich noch auf mehrere frühere Wohnadressen laufen hat, und die mit 50% der eingenommenen Gelder 64 (!!!!) goede doelen unterstützt, darunter Amnesty, Tierschutz, Greenpeace, die Lepra-stichting, Warchild…. Allsonntagabendlich moderiert unser aller liebste Niederländerin Linda de Mol die zugehörige Postcodeloterij Miljoenenjacht, die ähnlich wie Deal or no Deal mit Koffern und Zocken zu tun hat, bei der aber auch verdiente Losinhaber mit Riesengewinnen zwecks Preisübergabe auf der heimischen Couch überrascht werden.

Das alles hat natürlich was mit goeden doelen zu tun, aber das reicht noch lange nicht! In einer entsprechenden Charity-Fernsehsendung mit viel Musik, Betroffenheit und telefonierenden Prominenten einschließlich Politikern, Mitgliedern des Königshauses etc. sammelte man aktuell dazu noch eben knapp 41 Millionen von den Fernsehzuschauern für Haiti ein, und die niederländische Regierung verdoppelte den Betrag anschließend noch eben auf 83,4 Millionen Euro. Nederland helpt Haiti, isjaklarMensch! Fast lächerlich dagegen die 58 Mio. Dollar der Amerikaner im Vergleich! Und die deutschen 18 Millionen per ZDF-Sendung erst! Immerhin haben wir mehr als viermal so viele Einwohner als die Niederlande!

Böse Zungen behaupten, dass die Niederländer, weil sie nicht mehr so viel Macht in der Welt haben wie früher, jetzt stattdessen ganz unbedingt wenigstens das Gewissen der Welt sein wollen. Andere böse Zungen sagen gar, dass Nederland Haiti gekauft habe und man die Insel demnächst herschleppen und vor Zeeland andocken wird. :-)

Bitte nicht falsch verstehen, Ihr guten Niederländer, ich finde die Spendenbereitschaft hier großzügig und toll, und die gesellschaftliche Einstellung dem Elend in der Welt gegenüber herausragend. Mir fliegen die goede doelen halt nur so um die Ohren, und gelegentlich bin ich fassungslos. Bin damit manchmal schlicht überfordert.

Vla

Januar 17, 2010 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 4 Kommentare →

Zu den Kuriositäten bzw. Spezialitäten im holländischen Kühlregal gehören vielerlei Dinge im Tetrapak, speziell auch Vla. Fast alle Milchprodukte außer Milch (zuivel =”zaövel” bedeutet so was wie Milchprodukte) werden hier nicht bzw. kaum in kleinen Joghurtbechern angeboten, sondern grundsätzlich im Liter- oder Halbliter-Tetrapak. Ich find´s eigentlich nicht so lecker (aber umweltfreundlicher), alles in Großpackungen zu haben. Angebrochene Packungen (Schütt-)Trinkjoghurt stehen halt tagelang im Kühlschrank rum und so. Schätze, dass dieses Angebotsformat aufgrund der bekannten Sparsamkeit der Niederländer so beliebt ist.

Zurück zum Vla (”vla” wie in Wladimir ungefähr): Hierbei handelt es sich um eine Art Schütt-Pudding.

vla 2

Vla ist dünnflüssiger als Pudding (irgendwo zwischen Pudding und Vanille-Soße, möchte man meinen), so dass man ihn aus der Packung rauskippen kann. Und lecker. Es gibt ihn in vielerlei Geschmacksrichtungen: klassisch Vanillevla, Chokovla, auch Zimt (kaneel) aber auch allerlei Frucht-Geschmacksrichtungen (->Vruchtenvla) wie mit Banane (bananen), mit Pfirsich (perzik=”persik”), mit Apfel (appelvla), und als saisonale Vla´se. Im Winter z.B. bitterkoekjes (so ne Art ganz kleines Bittermandel-Gebäck) oder appel-kaneel und so weiter.

Interessant finde ich vor allem die non-Frucht-Vla´s und hierunter besonders die dubbelvla-Variationen. Dubbelvla (Doppel-Vla) sind zwei Vla´s in einer Packung. Wie das ohne Vermischung geht, finde ich sehr interessant. Die beiden Sorten sind nebeneinander in die Packung gestellt. Beim Rausschütten fließen z.B. Schoko-Vla und Vanille-Vla nebeneinander aus der Tüte, so dass man nette Muster gießen kann.

vla

Und damit das nicht so lange im Kühlschrank steht, muss man halt mehr davon essen. ;-)

Jönööössjöökt

Dezember 29, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 2 Kommentare →

Akustisch so wunderbar, die Niederländische Sprache! Pure Lautmalerei! Ich kann´s nicht lassen, die vokalkräftigen Redewendungen gelegentlich auf meine Deppen-Weise zu Papier zu bringen.

“Jönööössjöökt” schreibt man eigentlich so: Je neus jeukt., und will heißen, dass Deine (also im Prinzip meine) Nase juckt. Ist der Klang nicht viel wunderbarer als das Phänomen an sich?!

Meine Lieblings-Redewendung ist allerdings immer noch

“Maaanieaöt!”

…, der erste Satz, der damals, als ich die ersten bescheidenen auswärtigen Laut-Äußerungen von mir zu geben mich traute (“Hallouu, mün Nederlands is niet echt ccchut.” radebrechte ich zuerst im Gartencenter), zur Antwort kam: “Maaanieaöt!”

Neidvoll ob der lässig verkürzten Aussprache dieser unaussprechlichen Vokalversammlung, übte ich sogleich auf der Rückfahrt vergeblich vor mich hin: Maaanie-…, verdammt! Nix ging. Aber ich hab´s nicht vergessen, und unverdrossen weitergeübt, weil Übung ja den Meister macht, obwohl man mir empfahl, die Wörter einfach lehrbuchhaft komplett auszusprechen und dabei Vokale-Komplexität rauszunehmen. Maakt niet uit (”Maakt niet aöt”=Macht nichts) geht einfacher, ist aber auch uncooler, irgendwie. Jetzt geht´s schon besser. *feix*

Die Niederländer haben viele Gemeinsamkeiten mit den Schwaben (meine zweite Muttersprache neben Hessisch). Vor allem was die verbale Faulheit (bzw. Buchstaben-Sparsamkeit) betrifft. Beide Sprachvölker lassen bequemlichkeitshalber bei sämtlichen Wörtern, die auf -en enden, einfach mal das “n” weg**. Während der Schwabe aber auch noch e´s vor dem r spart (z.B. d´r statt der), fügt der Niederländer ungeschriebene j´s nach dem e hinzu, und behauptet, dass das so einfacher auszusprechen sei. Verwunderlich für unsereinen:

Stephanie wird zu Stej-fanie, beter (besser) zu bejter, Nederlands zu Nejderlands und so weiter.

Aus
Wij hebben het gegeten (= Wir haben es gegessen)

wird so zum Beispiel

“Wehebbe-n-et chchechchejte” (Das n ist ein Binde-”n” für einfachere Aussprache, und gehört jedenfalls nicht zum hebbe. *fg*)

statt lehrbuchhaft
“Wäj hebben het chcheeten”

Habe lange drüber nachgedacht, wie man als fremdsprachlicher Anfänger da am besten agiert. Gleich rum-slang-en, obwohl man´s noch kaum kann? Oder doch besser ordentlich nach Lehrbuch sprechen, um das gelernte Wissen fundiert zu präsentieren, sich damit aber gleich als Ausländer zu erkennen zu geben? Manchmal werden Deutsche im Fernsehen interviewt, die hölzernes Niederländisch nach allen Regeln der Kunst sprechen. Schrecklich klingt das. Peinlich und ungelenk irgendwie. Ich habe für mich entschieden, dass ich´s besser gleich anders probiere, und also auch die n´s weglasse und die j´s hinzufüge. ;-)

**Ausnahmen: Historische Dokumentationen wie “De oorlog” zeigen, dass nicht immer so unsauber ohne n´s gesprochen wurde. Die Sprachfaulheit scheint eine moderne Errungenschaft zu sein. Die einzige, die noch ganz ordentlich und äußerst gediegen sich zu artikulieren scheint, ist die niederländische Königin.

Nederlandse en Duitse Wörter des Jahres

Dezember 17, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren Noch keine Kommentare →

Während der Verein Deutsche SpracheSale” zum „nervigsten und überflüssigsten Wort des Jahres 2009“ wählte und sich weiterhin gegen die Verbreitung von blöden Anglizismen in der Sprache wendet, sowie die Abwrackprämie (in Nederlands: slooppremie) ob ihrer Treffgenauigkeit auslobte, haben die Niederländer ihrerseits auch gewählt:

Ontvrienden” (=entfreunden) ist hier das Wort des Jahres geworden, und zwar online gewählt auf woordvanhetjaar.nl. Ontvrienden (”ontvriinden”) bedeutet, virtuelle Freunde loszuwerden, indem man sie aus der eigenen Social-Network-Freunde-oder-Kontakte-Liste usw. verbannt. Ganz schön strange. ;-)

Ontvrienden landete allerdings nur knapp vor der Mexicaanse Griep (”Mexicaanse Chchriep”, bei uns Schweinegrippe). Nun gut. Bleibt die Frage, welches der beiden fieser ist.

via Nu.nl
.

Sneeuw - Niederländisch-Vokabel des Tages

Dezember 17, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 2 Kommentare →

Ein relativ seltenes Phänomen im warmen Seeklima: Sneeuw, und Sneeuw heißt Schnee auf Niederländisch.

erster schnee 2

Die zum Niederländisch-Sprechen motivierte Deutsche hat Wörter mit eeuw oder iuw zunächst fürchten gelernt, weil da grundsätzlich verbales Vokalgehedder entsteht. Sneeuw wird nicht etwa, wie man meinen könnte, “snöüf” ausgesprochen, sondern jeder Buchstabe fein säuberlich einzeln. Also etwa “sne-u-w”, der Einfachkeit und der dann weniger entgleisenden Mimik halber aber dann doch eher “sneuuuu”, was praktikabler ist.

Das gleiche Problem stellt sich auch bei ieuw-Wörtern wie zum Beispiel nieuw (=neu, “ni-uu”). Dummerweise wird es als Adjektiv in der Verlängerung nieuwe dann zu so was wie “niewe”, wobei der Niederländer sprachfaul das “u-w” übergeht. Kann für die Deutsche klappen, wenn sie gerade dran denkt. Ansonsten kommt unvermeidbar eine Pause mitten im Satz, um darüber nachzudenken, wie es jetzt vokal weitergeht. :-)

Echt fies wird´s, wenn ein Wort nach dem -ieuw oder -eeuw noch weitergeht, wie zum Beispiel bei der Aussprache des Namens des Sängers Guus Meeuwis. Noch vollständig im Bann des “Chchüüs” leidet die Konzentration, und das Mee-u-wis kommt unvollendet. Na ja. Übung macht den Meister hoffentlich irgendwann. A propos “Chchüüs”: Ich mag “Brabant” so gern!

Zuerst hatte ich das Lied als wunderschöne Instrumentalversion bei der Herfahrt mal im Radio gehört, und dann extra nachträglich beim Sender recherchiert, was das war. Jetzt weiß ich´s. “Brabant” sollte sogar mal das offizielle Volkslied der Provinz Brabant werden. Schade, dass anscheinend nichts draus geworden ist, bei der Hammer-Hymne!

Sprachlich spannend ist auch die Aussprache der Stadt Nieuwegein, die festgestelltermaßen gesprochen “Niewechchein” heißt. Konzentration bitte! ;-)

De oorlog

Dezember 15, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 2 Kommentare →

De oorlog (= der Krieg) ist eine sehr ausführliche, neunteilige Dokumentation über Krieg und Nachkriegsjahre in den Niederlanden, die zur Zeit im Fernsehen hier läuft (letzten Sonntag Folge 8, alles, was schon gelaufen ist, kann man unter obigem Link auch online anschauen, Niederländische Sprachkenntnisse braucht man, glaube ich).

Für mich persönlich sehr, sehr lehrreich in Sachen Niederländische Geschichte! Und bedrückend! Beschäftigt mich, seit Wochen und wahrscheinlich noch länger. Geradezu ein Wunder, dass die Niederländer überwiegend schon lange wieder ein so positives Verhältnis zu Deutschen haben. So viel Freundlichkeit. Man könnte es ihnen nicht verdenken, wenn das anders (gewesen) wäre. Was in den Niederlanden im 2. Weltkrieg unter Deutscher Besetzung überhaupt geschehen ist, darüber haben zumindest zu meiner Schulzeit sich die Geschichtsbücher - irgendwo zwischen Polen und D-Day - vollkommen ausgeschwiegen. Eine skandalös große Auslassung.

Dass die Niederlande überhaupt “betroffen” waren, wusste ich nur aus dem “Tagebuch der Anne Frank“, dessen Lektüre mich als Teenager schon tief beindruckt hat. Ein Besuch des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam, den ich mir schon lange wünsche, steht übrigens leider noch immer aus. Bei Gelegenheit….

Hole in the wall Nederland

November 26, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren Noch keine Kommentare →

Neue Lieblingssendung op televisie!!! Hole in the Wall ist zwar anscheinend kein originär niederländisches Fernsehformat, aber passt irgendwie total. Erinnert an ähnlich bekloppte Ideen wie Seifenkisten- und Wohnwagen-Rennen mit viel Wasser, die man gelegentlich schon aus den Niederlanden sah. PlatzenvorLachen!

Wenn Niederländer im spacigen, hautengen, äußerst unvorteilhaften Glanz-Raumanzug versuchen, irgendwie durch eine heranrasende Styroporwand zu kommen, kann viel passieren. Wenn´s schief geht, was natürlich jedesmal zu hoffen ist, landen sie im Wasser. Und das Beste sind die Wiederholungen, gar keine Frage. :-)))))

Kleine Impression: Könnte ich ja jeden Abend für den Rest meines Lebens sehen …

Der rot-behelmte Moderator ist übrigens “Gek”-Gerard Joling. :-)

Das war einfach besonders toll:

Und DAS: *schenkelklopf*

Berehap, Boerenblok

November 24, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 3 Kommentare →

Weitergekommen in Sachen Studium der Cafetaria, Snackbar (Imbiss)-Esskultur auf Niederländisch: heute: der Berehap (”berehapp” = Bärenhappen) und der Boerenblok (”burenblock”= Bauernklotz *fg*). Wieder so eine fettige niederländische Spezialität aus der Friteuse (frituur - “fritüür”).

Berehap

Es handelt sich bei dieser kulinarischen Angelegenheit um ein in Scheiben geschnittenes, etwas größeres Hackfleischbällchen (gehaktbal =”chchehaktball”) am Spieß, dessen Scheiben abwechselnd mit rohen Zwiebelscheiben aufgefädelt wurden. Dadurch entsteht der Eindruck einer Bärentatze, meinen die Niederländer. Berenhap nach dem Frittieren und vor dem Essen:

berehap

Geschmacklich?! Joaaaahhh. Geht ganz gut. :-)

Boerenblok

Der Boerenblok ist so was wie ein frittiertes Hackstück mit recht fester Konsistenz, dicker und schlanker als Schnitzel, halt ein Brocken:

boerenblok

Wenig/nicht gewürzt, relativ langweilig.

Dazu gab´s dann die heißgeliebten Patat, diesmal Patat speciaal

Das Durchprobieren wird noch ne Weile in Anspruch nehmen, wenn man diese typische Snackbar-Speisekarte betrachtet…

snackbar speisekarte

Demnächst mehr über Saté und Kroket. :-)

mehr typisches Snackbar-Futter

Frikandel, die wohl bekannteste Spezialität aus der Frituur.

Niederländische Grammatik - Verben Vergangenheitsform

November 24, 2009 Von: Deutsche in den Niederlanden Kategorie: Holland erfahren 1 Kommentar →

Gestern hab ich beim Thema Deutsch-Holländisch, daneben zwei richtigere Alternativen zum Ausdruck des Sachverhalts angegeben. Wie so oft beschäftigte mich noch Stunden später, ob ich das nun richtig geschrieben habe. Und meistens bei dieser gefühlten Unsicherheit eben nicht! Was schonmal ein gutes Zeichen ist, meint man hier um mich rum, weil ich immerhin was merke. :-)

Und ich habe gestern eine Eselsbrücke gekriegt, wann ein Wort auf t und wann auf d endet. Das war nämlich das Problem: verschoont und afgehaalt müssen - in diesem Fall richtig - verschoond und afgehaald heißen.

Verben in Niederländischer Sprache

Verben in Niederländischer Sprache richtig zu schreiben, ist für unsereinen gar nicht so einfach. Zum einen gibt es da gewisse Unsicherheiten, ob denn nun Vokalverdoppelung oder nicht, die manchmal, aber nicht immer, stattfindet:

Meine Verunsicherung hat also zum einen was mit lange und kurze Vokale zu tun (Kommt nicht nur bei Verben vor, aber um die geht es grad). Zum Beispiel das Verb “gehen”: gaan

Ik ga, aber je gaat, hij, zij, het gaat… jullie gaan.

Oder das Verb “wohnen”: “Wonen” ist die Grundform in NL, der Wortstamm ist eigentlich won- ohne -en (Das ist eigentlich wie in D). Damit aber das lange O erhalten bleibt, wird im Präsens dann wie folgt mit zwei O geschrieben (1. Person Singular = wie Stammform, alle anderen zusätzlich ein t am Ende):

Ik woon
Je woont
hij/zij/het woont

Drittes Beispiel: sich kleiden: “kleden”: Überraschung!

ik kleed me aan
je kleedt je aan
hij/zij kleedt zich aan
wij/jullie/zij kleden ons/je/zich aan

Niederländisch - Frageform

In der Frageform ändert sich das dann wiederum. Da gibt´s ne Ausnahme, denn (nur) in der Du-Form bei einer Frage verliert das Verb seine Endung t wieder:

Woon je in…
aber
Woont ze in …

Eigentlich muss man die Regeln alle kennen und sich beim Schreiben-Wollen permanent selbst zuhören, um zu erkennen, ob man einen langen oder kurzen Vokal vor der Nase hat, um die richtige Schreibweise rauszukriegen, und die Endung auch noch richtig zu machen. Wobei man “dt” wie bei kleiden ja nicht hört, aber die Regel dazu glücklicherweise schon kennt! :-) Holländer sagen, dass das ganz einfach ist, man schreibt alles so, wie man es hört. Ich find´s echt schwer, vor allem, weil ich nicht immer sicher sein kann, dass gerade ich ein Wort auch richtig ausspreche!

Und dann gibt es auch noch Unterschiede in der Verb-Endung - manchmal mit t, manchmal eben auch mit d, die ich bis gestern nicht be-regeln konnte. Schwierig, wenn man Learning by doing praktiziert, und sich noch nicht die vollständige Grammatik reingepfiffen hat. Da ich in meinem Niederländisch-Lehrbuch (Taal Vitaal-Lehrbuch und Arbeitsbuch, kann ich sehr empfehlen, wird u.a. auch bei den Sprachkursen am Goethe-Institut in den Niederlanden verwendet, und es gibt eine Hör-CD dazu für Aussprachetraining) noch nicht weit genug gekommen bin (Les 4 - Lektion 4, dann kam der Umzug), habe ich mich also auch noch nicht mit der Vergangenheitsform beschäftigt, und so kannte ich die Regel für die d-Endung bis gestern nicht. Die hat nämlich mit Vergangenheit zu tun, wie ich jetzt weiß, und da ich zufällig verschoond und afgehaald, also zwei Verben in der Vergangenheitsform, sagen wollte, müssen die mit d, und nicht mit t, geschrieben werden.

Die Eselsbrücke habe ich mir mit dem verschonen gebildet:

Präsens: ik verschoon, je verschoont
Vergangenheit: ik verschoonde (da kann man das d tatsächlich hören, wenn man es sagt)

Vorläufig soll das mal als Stütze genügen, damit es hoffentlich besser geht.

Niederländer sagen wie viele Anderssprachige immer, dass Deutsch so schwierig sei. Sie haben größte Schwierigkeiten mit der, die, das, dem, den bei uns, weil es das in der Niederländischen Sprache überhaupt nicht gibt, sondern nur zwei Geschlechter: einheitlich “de” für männlich/weiblich/nicht-sächlich und het (”hät” *fg*) für Sächliches. Insofern sei Niederländisch ja viel einfacher. Stimmt aber gar nicht. Es gibt ne Menge gewöhnungsbedürftige grammatikalische Dinge, so dass man als arme Deutsche bei der Bildung eines einzelnen Satzes heftig das Gehirn einsetzen muss, um einigermaßen in die Nähe des Richtigen zu kommen.

Was nämlich auch schwierig ist, ist Adjektive richtig zu machen, deren Endung sich an der Sächlichkeit oder Nicht-Sächlichkeit des Substantivs, also dem de oder het, orientiert (Flexion der Adjektive). Und die Geschlechter der Substantive sind nicht immer wie bei uns, und damit gehts mit dem Adjektiv dann auch automatisch schief. :-(

Nederlands - einfach zu verstehen, schwierig zu sprechen, schwierig zu schreiben = in den Details schwere Sprache!